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GRACE-Zwillinge ‚wiegen‘ die Erde

Bestimmung von Massenvariationen im Erdsystem aus Daten  der GRACE-Mission - unter diesem Motto fanden sich rund 20 Schülerinnen und Schüler in den Abendstunden des 28. November 2016 an der Fachrichtung Geodäsie und Geoinformatik der Leibniz Universität Hannover ein. Das Ziel der Veranstaltung war es, aus  Messungen im Weltall Massenvariationen im Erdsystem zu bestimmen. Nach einer kurzen Einführung in das Themengebiet der Satellitengeodäsie und ersten Erläuterungen zu den „GRACE-Satelliten“, „Messprinzip“ und „Massenvariationen“ ging es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich an die praktische Arbeit: mit dem bereit gestellten Programm „iMASS“ vom Institut für Erdmessung GRACE-Daten analysieren.

Nach kurzen Anweisungen gelang es ihnen, die globale Massenvariation für einen bestimmten Monat zu plotten und zu interpretieren. Die Schüler/innen waren in der Lage zu sehen, wie große Massen, z.B. durch das Abschmelzen der grönländischen und antarktischen Eiskappen, auf der Erde umverteilt werden.

Danach haben die Schülerinnen und Schüler das Gelernte angewandt, um spezifische Massentransporte für verschiede Städte in Deutschland zu berechnen, zu plotten, den Trend zu schätzen und mögliche Ursachen für die Massenvariationen zu diskutieren. Sie konnten feststellen, dass in Deutschland keine signifikanten langfristigen Massenvariationen auftreten. Aber in Grönland sieht die Situation ganz anders aus; dort gibt es eine signifikante Massenabnahme. Die Teilnehmer/innen konnten somit zeigen, dass die Veränderung des Klimas auf die Erde mit Hilfe der GRACE-Mission tatsächlich nachweisbar  ist.

Sie verließen den Kurs mit neu gewonnen Erfahrungen über die Bestimmbarkeit von Massenvariation aus Satellitenbeobachtungen und die Wirkung dieser Prozesse auf unser Zuhause, die Erde!