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Interview mit Jens Frey

Name: M.Sc. Jens Frey
Arbeitsstelle: DB ProjektBau GmbH
Tätigkeitsbezeichnung: Planungsingenieur

Wo arbeiten Sie und was ist dort Ihre Aufgabe?

 

Ich arbeite bei der DB ProjektBau als Planungsingenieur für Verkehrsanlagen. Meine Aufgaben dabei sind, im Zuge von Eisenbahninfrastrukturprojekten planerische Tätigkeiten verantwortlich durchzuführen und zu koordinieren. Diese umfassen Querschnittsaufgaben wie z.B. Risikomanagement, Kampfmittelerkundung, Ausschreibungen, Kosten- und Terminsteuerung und Leitungsträgerangelegenheiten aber auch fachliche Planungen wie z.B. Trassenplanung, Entwässerungskonzepte, Oberbauplanung oder dem Kabeltiefbau.

Was macht Ihnen an Ihrem Job besonders Spaß?

 

Die Vielfältigkeit der Aufgaben ist in meinem Beruf sehr groß. Über fachliche Berechnungen von z.B. Trassen oder Entwässerungskonzepten über kaufmännische Projektkostenberechnungen bis hin zur koordinierenden Arbeit in der Projektsteuerung steht ein  vielfältiges Spektrum an Aufgaben in meinem Beruf an. Zudem gestalte ich die Projekte, die mir übertragen werden z.T. eigenverantwortlich und kann durch die Realisierung meiner Planungen meinen persönlichen Fingerabdruck in der Landschaft in Form von Bahnhöfen, Gleisen und Brückenbauwerken hinterlassen. Interessant ist zudem die Erkenntnis, dass die DB traditionell ein besonderes großer Arbeitgeber für Geodäten ist, und sich Vermessungsingenieure in allen Disziplinen als Quereinsteiger finden. So haben z.B. etwa ein Viertel meiner Kollegen aus der Verkehrsanlagenplanung Vermessungswesen studiert. Im Bereich Projektmanagement finden sich auch viele Geodäten wieder.

 

Wie sind Sie zu Ihrem Job gekommen und was hat Ihnen dabei besonders geholfen?

 

Während des Masterstudiums habe ich eine Stelle bei der DB ProjektBau GmbH als Vermessungsingenieur angeboten bekommen. Nach Abschluss des Masters wurde mir angeboten, das Fachgebiet zu wechseln und mich stärker in weiterführende Tätigkeiten in unserem Kerngeschäft, dem Bauwesen und Projektmanagement herein zu entwickeln. Da dies einen kompletten Wechsel der Fachrichtung bedeutet, waren hierfür insbesondere kommunikative Fähigkeiten und eine präsente Persönlichkeit wichtig. Eine strukturierte Arbeitsweise und das effiziente Zeitmanagement, welches ich zum erfolgreichen absolvieren des Studium benötigte, waren ebenfalls sehr hilfreich.

 

Hat Sie Ihr Studium gut vorbereitet, was ist besonders wichtig für Studierende?

 

Mein Studium hat mich insbesondere persönlichkeitsbildend sehr gut vorbereitet. Besonders hilfreich waren hierbei die kommunikativen Eigenschaften und die Vernetzungsarbeit, welche ich durch die Fachschaftsarbeit im Studium lernen durfte und die mir ermöglichen, die fachübergreifende Zusammenarbeit im Projekt positiv zu beeinflussen. Die sichere Selbstpräsentation, die Studierende durch zahlreiche Vortragssituationen, insbesondere im Masterstudium erhalten, ist für die nötige Präsenz und des Auftretens im Projektgeschäft sehr hilfreich. Zudem hat die Arbeit im Projektseminar (Risikoinformationssystem Lüneburg) sehr dazu beitragen können, dass ich gute Vorkenntnisse im Bereich Risikomanagement in die Projekte mitbringe. Die besondere Komplexität vieler Bereiche der Geodäsie, wie z.B. der Ausgleichungsrechnung hilft dabei, eine gute analytische Fähigkeit und das Verständnis für komplexe Prozesse und Strukturen zu entwickeln und hier auch Verbesserungen einbringen zu können. Das wichtigste aber am Studium war, dass man gelernt hat, komplexeste Themen in kürzester Zeit aufzuarbeiten und zu verstehen. Diese Fähigkeit ermöglichte mir auch einen problemlosen Wechsel z.B. von der Ingenieurgeodäsie zum Verkehrsanlagenbau. Interessant war dabei auch zu sehen, das Geodäten bei der DB für ihre fachliche Vielseitigkeit geschätzt werden und deshalb auch in den unterschiedlichsten Disziplinen tätig sind (Bautechnik, Projektmanagement etc.), auch wenn diese nicht zum Studienumfang gehören.

 

Was hat Ihnen besonders gut am Studium in Hannover gefallen?

 

Besonders gefallen hat mir am Studium die familiäre Atmosphäre unter den Studenten, Mitarbeitern und Professoren. Besonders im Masterstudium konnte man durch sehr kleine Seminargruppen sehr viel in den Vorlesungen diskutieren und mitnehmen. Die Fachschaftsarbeit war ebenfalls sehr positiv und die Vernetzung bei den KonGeoS-Treffen war jedes Semester ein Highlight.