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Exkursion in die Hansestadt Hamburg

13.04.2005

Die kleine Exkursion ist thematisch den Bereichen Ingenieurgeodäsie und Flächenmanagement zuzuordnen und führte eine Gruppe Studierende des Studiengangs „Geodäsie und Geoinformatik“ in die Hansestadt Hamburg.

 

Hafencity
Speicherstadt

Vormittags besichtigte die 25 Personen starke Gruppe an Studierenden das Hamburger Stadtentwicklungsprojekt HafenCity unter Führung von Fr. Ferber von der hamburgischen Landesplanung. Anders als andere Großstädte muss sich Hamburg nicht mit der „schrumpfenden, perforierten Stadt“ auseinandersetzen, sondern verzeichnet u. a. bedingt durch den großen Freihafen und den Überseehandel weiterhin einen Aufschwung. Mit HafenCity führt Hamburg sein größtes stadtentwicklungspolitisches Projekt durch. 155 ha Gelände einschließlich der Wasserflächen wird zu einem die Innenstadt mit Harburg verbindenden neuen Stadtteil entwickelt. Es entstehen neben neuen Wohnungen für über 10.000 Einwohnern, Geschäfts- und Dienstleistungsflächen für 40.000 Arbeitnehmer. Die Nähe zur Hamburger Innenstadt ermöglicht eine Erweiterung des Zentrums um 40%, der durch die bevorzugte Lage am Wasser besondere Chancen prognostiziert werden. Die Entwicklung erfolgt von der Innenstadt in Richtung Harburg. Eine erste Häuserzeile befindet sich kurz vor der Fertigstellung. Mit einer Projektlaufzeit von 25 Jahre entsteht an den ehemaligen Kaianlagen in zentraler Lage einer der schönsten Bauplätze für Investitionen in das 21. Jahrhundert. Zwischen HafenCity und der Hamburger Innenstadt gelegen, stellt die Speicherstadt ein wichtiges Bindeglied zwischen „Alt“ und „Neu“ dar.

Messegelände mit Funkturm

Das Thema am Nachmittag stand unter der Überschrift „Neue Messe“. Herr Helbing vom Büro HPI sowie die Herrn Schulz und Dierks vom Büro SBI vermittelten der Gruppe einen Eindruck der Großbaumaßnahme und den damit zusammenhängenden geodätischen Messungen und Überwachungen und sorgten zugleich für das leibliche Wohl der Studentengruppe. Hamburg erwies sich in der Vergangenheit immer wieder als attraktiver Messestandort, der sich durch seine Nähe zur Innenstadt auszeichnete. Allerdings erschwerte insbesondere diese Lage den mit der Entwicklung von Messen verbundenen Erweiterungsbedarf. Eine Chance erfuhr die Hamburger Messe durch die Aufgabe einer benachbarten Bahnanlage, die der Messe nun als Erweiterungsfläche dient.

Da das alte und das neue Messegelände durch eine Hauptverkehrsstraße voneinander getrennt werden, wurde der Bau eines Logistiktunnels beschlossen. Dies erfordert die konsequente geodätische Überwachung des direkt benachbarten Hamburger Fernsehturms, dessen Sendebetrieb durch seine Bedeutung für den nordeuropäischen Sendeverkehrs unter allen Umständen aufrecht erhalten werden muss. Dies schließt die Sicherstellung der Standfestigkeit auch bei Erdarbeiten in unmittelbarer Nähe ein. In Form von digitalen Libellen sowie eines Laserlotes wurde ein Überwachungssystem installiert, das vertikale Bewegungen des Turmes detektieren kann. Wie erwartet wurden Bewegungen nur im Toleranzbereich festgestellt. Nach diesen interessanten Einblicken in zwei der größten Bauprojekte Hamburgs konnte am Spätnachmittag die Heimfahrt nach Hannover angetreten werden.