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Große Geodätische Exkursion nach Moskau

3.10.2004 - 10.10.2004

Am Sonntag, den 3. Oktober 2004 versammelte sich am Flughafen Hannover eine 27-köpfige Gruppe von Geodäten der Universität Hannover mit dem Ziel Moskau. Sinn der Reise war es zum einen, den Studenten die geodätischen Gegebenheiten des Landes vor Augen zu führen, und zum anderen, einen Einblick in die Kultur und Mentalität der russischen Bevölkerung zu ermöglichen.
Nachdem alle die Anreisestrapazen überstanden hatten, konnte das Abenteuer Moskau beginnen. Frisch gestärkt wagten wir am Montag Vormittag die ersten Schritte in die Metropole Moskau. Da am Nachmittag ein Treffen mit den Studenten und Professoren der Universität MIIGAIK auf dem Plan stand, nutzten wir die Zeit für einen Rundgang durch die Moskauer Innenstadt. Dazu fuhren wir mit einem der größten U-Bahn-Netze der Welt: der Moskauer Metro. 
Am Dienstag Vormittag folgten wir einer Einladung der Firma VNIIGeoSystems und fuhren mit der Metro zu ihrer Niederlassung in einen südlichen Außenbezirk Moskaus. Die Firma entwickelt eigene Software im Bereich Geoinformatik. Am Nachmittag besuchten wir das Pferdemuseums der landwirtschaftlichen Timirjasew-Akademie. Die restliche Zeit des Tages stand dann allen zur freien Verfügung, wobei sich viele dafür entschlossen, die berühmte Arbat Strasse zu besuchen.

Der Nullpunkt der Streckenzählung von Moskau

Mittwoch morgens wurden wir von ein paar Studenten des MIIGAiK abgeholt. Auf dem Weg zu dem bedeutendsten Platz Moskaus, dem Roten Platz, führte uns ein Professor des MIIGAiK über den Opernplatz mit dem Bolschoi-Theater, dem Kleinen Theater und dem Jugendtheater, vorbei am Historischen Museum und dem davor stehenden Schukow-Denkmal und dem Nullpunkt der Streckenzählung von Moskau. Auf dem Roten Platz angekommen, besuchten wir das Lenin-Mausoleum mit den dahinter bestatteten russischen Staatspolitikern.

Anschließend besuchten wir in Eigenregie die Basilius-Kathedrale, die mit ihren bunten Zwiebeltürmen aus einem Märchen zu stammen scheint. Nach einer kurzen Mittagspause teilten sich die Exkursionsteilnehmer in zwei Gruppen auf. Die einen besichtigten die Tretjakow-Galerie und die anderen folgten der Einladung der Photogrammetriefirma Racurs. Dieser Tag wurde durch ein gemütliches Beisammensein mit einigen Studenten des MIIGAiK abgerundet.

Zentrifuge im Sternenstädtchen

Nach dem Frühstück fuhren wir am Donnerstag um 10 Uhr mit dem Bus in Richtung Sternenstädtchen. Es ist eine eigene kleine Stadt, in der sich das Kosmonautenausbildungszentrum befindet und ausgebildete und zukünftige Kosmonauten mit ihren Familien leben. Die Führung auf dem Gelände begann mit der Niederlegung roter Nelken am Juri-Gagarin Denkmal. Danach sahen wir Nachbildungen von ISS und MIR. Im Anschluss folgte die Sojus-Kapsel, die Start- und Landekapsel der russischen Raumfahrtbehörde.

Nach einem reichhaltigen Mittagessen besuchten wir das Gagarin-Muse. um. Nach vielen imposanten Eindrücken folgte die Rückfahrt zum Hotel. Für einen Teil der Exkursionsteilnehmer ging es ins Bolschoi-Theater, ein anderer Teil hatte die Möglichkeit, im CIP-Pool des MIIGAIK das Internet zu nutzen und Verbindung in die Heimat aufzunehmen.

Am Freitag Vormittag besuchten wir die Abteilung für Photogrammetrie und Kartographie der Katasterbehörde von Moskau, die insgesamt etwa 3500 Mitarbeiter beschäftigt. Hier wurden uns vor allem die verwendeten Geräte näher erläutert, die zumeist von deutschen und schweizerischen Firmen stammen. Weiterhin wurde noch auf einige Arbeitsabläufe und allgemeine Informationen näher eingegangen. Am Nachmittag stand die Besichtigung der Lomonossow Universität auf dem Plan. Sie ist die älteste Universität Russlands und feiert im kommenden Jahr ihr 250-jähriges Bestehen. Eine fachkundige Mitarbeiterin führte uns zunächst durch den geowissenschaftlichen und anschließend in den zoologischen Bereich des Museums. Nach dem Museumsbesuch wurden wir um 15 Uhr in einem Hörsaal von einem Professor der Geographischen Fakultät empfangen. Er hielt einen sehr interessanten Vortrag über die Visualisierung von Prozessen mit Hilfe von digitalen Karten. Am Abend wurden wir von unseren Gastgebern ins MIGAIIK zum Essen eingeladen. Damit wurde der offizielle Teil unseres Besuchs in Moskau in gemütlicher Runde mit reichlich Wodka und einem viergängigen Menu abgeschlossen.

Am Samstag hatten wir doch noch die Gelegenheit, den Kreml von innen zu sehen. Wegen der angespannten Sicherheitslage in Russland war dieser für den individuellen Eintritt gesperrt. Mit einer deutschsprachigen Führerin gelangten wir allerdings in das Innere. Dort sahen wir zahlreiche Kirchen und die berühmte Kanone und Glocke des Zaren. Wir hatten auch das Glück, eine Parade der Garde mitzuerleben. Nach einem vollen Programm in der hinter uns liegenden Woche bot sich noch die Möglichkeit für jeden, den Nachmittag nach individuellen Wünschen zu gestalten.

Nach acht Tagen war es dann Zeit, Abschied zu nehmen. Kurz nach dem Frühstück brachte der Bus uns zurück zum Flughafen. Um 12:45 hob die Maschine der Sibiria Air in Richtung Hannover ab. Nach knapp drei Stunden Flug landeten wir aufgrund der Zeitverschiebung gegen 13:30 Uhr Ortszeit in Hannover. Dort wurden wir von vielen Angehörigen und Freunden empfangen. Mit vielen unterschiedlichen Erlebnissen und Eindrücken ging es dann zurück nach Hause.

Die Teilnehmer der großen geodätischen Exkursion