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SchülerTalentAkademie - 1. Halbjahr 2015

SchülerTalentAkademie Geodäsie endet mit großem Erfolg

Im abgelaufenen Sommersemester hat die Fachrichtung Geodäsie und Geoinformatik der Leibniz Universität Hannover erstmals die SchülerTalentAkademie Geodäsie veranstaltet. Ziel der Akademie ist es, die Schülerinnen und Schüler insbesondere der 10. – 11. Schulklassen für das Ingenieurfach Geodäsie zu begeistern. Das Studium ist neben seiner technischen vielfältigen Ausrichtung u.a. dadurch attraktiv, dass es "klein aber fein" ist, also eine individuelle Betreuung statt Massenabfertigung bietet, und dass die Absolventen hervorragende Berufsaussichten haben.

Unter dem Motto "Virtuelle 3D-Welten - Wie kommt Hannover in den Rechner?" fanden von März bis Juli 2015 an fünf verschiedenen Nachmittagen zweistündige Veranstaltungen an der Uni statt, an denen die etwa 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich einen Überblick über verschiedene Aufgabenfelder und die Arbeitsweise der Geodäsie verschaffen konnten. Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wurden von ihrer Schule für die Schülertalentakademie vorgeschlagen, dabei achteten die Lehreinnen und Lehrer sowohl auf die Leistungen in Mathematik und Geographie als auch auf das Interesse der jungen Leute an dem für viele unbekannten Fach. Im Vorfeld hatte im Januar ein Treffen mit ausgewählten LehrerInnen stattgefunden, um die Rahmenbedingungen für eine optimale Durchführung der Akademie zu schaffen. So sollten etwa Elemente wie ‚hands on‘,  ‚selbst machen lassen‘ und ‚Schüler auch fordern‘ realisiert werden.

Nach einem ersten Treffen zum Kennenlernen wurde beim zweiten Mal der Leibniztempel im Georgengarten mit einem 3D-Laserscanner Punkt für Punkt aufgenommen. Anschließend erfolgte am Computer eine Bereinigung der Daten und die Überführung in ein 3D-Modell. Zusätzlich sind Farbinformationen erfasst worden, welche mit der Objektgeometrie verknüpft wurden und so einen realistischen Eindruck des Leibniztempel in 3D ermöglichen.

Beim nächsten Termin stand die Höhenbestimmung im Zentrum. Ziel war es, die Höhendifferenz zwischen dem im 3. Stock des Unigebäudes in der Nienburger Str. gelegenen Messdach und dem Bürgersteig  mit verschiedenen Methoden möglichst genau zu bestimmen. Neben dem bekannten GPS-Verfahren, für das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer neben professionellen Geräten auch ihr Smartphone nutzen konnten, wurden auch Unterschiede in Luftdruck sowie in der Erdanziehungskraft verwendet.

Das Thema  UAVs (Unmanned Aerial Vehicles) führte die Schülerinnen und Schüler dann erneut zum Leibniztempel. Wieder wurde der Tempel in 3D aufgenommen, diesmal aber aus Bildern, die von dem UAV aus aufgenommen wurden. Dabei lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Prinzipien der Photogrammetrie kennen, einer Methode zur Bestimmung von 3D-Information die ähnlich wie das räumliche Sehen beim Menschen funktioniert. Da Photogrammetrie auch mit Handybildern funktioniert, konnten sich die Schülerinnen und Schüler abschließend selber in 3D betrachten.

Der letzte Termin stand im Zeichen von Mobile Mapping. Ein Messfahrzeug, ausgestattet mit den Sensoren, die die Schülerinnen und Schüler in den vorherigen Terminen kennen gelernt hatten, kann dabei im normalen Verkehr den Straßenraum vermessen. So werden z. B. die Voraussetzungen für Fahrzeugnavigationssysteme geschaffen. Wieder konnten die Schülerinnen und Schüler aktiv mitmachen und auch die eine oder andere Frage stellen.

Zum Abschluss der SchülerTalentAkademie Geodäsie des Sommersemesters 2015 fand ein gemeinsames Grillen auf dem Messdach statt, an dem Schüler/innen, Mitarbeiter und Professoren der beteiligten Institute sowie Lehrer teilnahmen. Alle Schülerinnen und Schüler, die an den verschiedenen Terminen anwesend waren,  bekamen Teilnahmezertifikate, die Besten wurden – auf der Basis richtig ausgefüllter Fragebögen während der STAG-Termine mit Preisen ausgezeichnet. Auch wenn die Einzelthemen in den zwei Stunden nur angerissen wurden, fiel das Fazit bei allen Beteiligten sehr positiv aus.

Die nächste Auflage ist ab Oktober 2015 geplant, das Thema wir dann Umweltmonitoring sein. Wer sich anmelden möchte, sei auf die Webseite www.gug.uni-hannover.de/stag.html verwiesen, auf der nach dem Sommer die Termine veröffentlicht werden. Aufgrund der intensiven Betreuung können nur max. 25 Schüler aufgenommen werden. Ist die Zahl der Bewerber höher als die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze, entscheidet das Los.

Präsentation eines Mobile-Mapping-Systems
Messung eines Gravimeters zur Bestimmung der Höhe
Auswertung der Daten im CAD-Pool
Generiertes 3D-Modell des Leibniz-Tempels
3D-Betrachtung durch Stereoskope
UAV-Messung im Park

Eindrücke von den praktischen Messungen und der Datenauswertung im Rahmen der SchülerTalentAkademie Geodäsie