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SchülerTalentAkademie Geodäsie feiert 100 erfolgreiche Teilnahmen

Im abgelaufenen Halbjahr hat die Fachrichtung Geodäsie und Geoinformatik der Leibniz Universität Hannover insgesamt zum vierten Mal erfolgreich die SchülerTalentAkademie Geodäsie (STAG) veranstaltet. Insgesamt haben an den letzten vier STAGs somit 100 Schülerinnen und Schüler erfolgreich teilgenommen.

Ziel der Akademie ist es, die Schülerinnen und Schüler insbesondere der 10. – 11. Schulklassen für das Ingenieurfach Geodäsie zu begeistern. Das Studium ist neben seiner technischen vielfältigen Ausrichtung u.a. dadurch attraktiv, dass es "klein, aber fein" ist, also eine individuelle Betreuung statt Massenabfertigung bietet und den Absolventen Einblicke in eine Wissenschaftsdisziplin mit hervorragenden Berufsaussichten bietet.

Unter dem Motto "Aus dem Weltraum in die Nachbarschaft - unsere Umwelt verändert sich" fanden von Oktober bis Dezember 2016 an fünf verschiedenen Nachmittagen zweistündige Veranstaltungen an der Uni statt, an denen die etwa 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich einen Überblick über verschiedene Aufgabenfelder und die Arbeitsweise der Geodäsie verschaffen konnten. Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wurden von ihrer Schule für die Schülertalentakademie vorgeschlagen; dabei achteten die Lehreinnen und Lehrer sowohl auf die Leistungen in Mathematik und Geographie als auch auf das Interesse der jungen Leute an dem für viele unbekannten Fach. Bei der Durchführung wird Wert auf eine kreative Umsetzung geachtet, so wurden Elemente wie ‚hands on‘,  ‚selbst machen lassen‘ und ‚Schüler auch fordern‘ umgesetzt.

Nach einem ersten Treffen zum Kennenlernen nahmen am zweiten Termin in diesem Halbjahr zum Thema Hochwasser-Risiko-Karte 20 Schülerinnen und Schüler teil. Die Teilnehmenden konnten mit Hilfe der Geoinformations-Software ArcGIS eine eigene Karte mit Überschwemmungsgebieten erstellen, die sie zuvor mittels eines einfachen Hochwassermodells berechnet hatten. Mit viel Enthusiasmus entdeckten sie nach Analyse des Geländemodells und Visualisierung der Ergebnisse, welche Gebiete bei einem hundertjährigen Leinehochwasser von der Überflutung betroffen wären.

Beim dritten Termin war es das Ziel den Blick aus dem Weltall zu nutzen, um Überschwemmungen, Vulkanausbrüche und den Gesundheitsgrad von Vegetation zu bestimmen. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in das Themengebiet der Fernerkundung und ersten Begegnungen mit „Satellitenorbits“, „spektralen Signaturen“, „Planck Kurven“ und „Merkmalsräumen“ ging es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich an die praktische Arbeit an bereitgestellten Satellitendaten des Elbhochwassers von 2002. Mit kurzen Anweisungen gelang es ihnen die Satellitenbilder grafisch wiederzugeben und jedes Pixel automatisch als Wasser, Wald, Feld oder Stadt einzuordnen. Ein temporaler Vergleich mit Daten vor und während der Überschwemmung sowie Entfernungs- und Flächenmessungen verliehen einen guten Überblick über die räumlichen Ausmaße der Katastrophe.

Aus Messungen im Weltall die Massenvariationen im Erdsystem zu bestimmen war Inhalt des vierten Termins. Nach einer kurzen Einführung in das Themengebiet der Satellitengeodäsie und ersten Erläuterungen zu den „GRACE-Satelliten“, „Messprinzip“ und „Massenvariationen“ ging es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich an die praktische Arbeit: mit dem bereit gestellten Programm „iMASS“ vom Institut für Erdmessung GRACE-Daten analysieren. Nach kurzen Anweisungen gelang es ihnen, die globale Massenvariation für einen bestimmten Monat zu plotten und zu interpretieren. Die Schülerinnen und Schüler waren in der Lage zu sehen, wie große Massen, z.B. durch das Abschmelzen der grönländischen und antarktischen Eiskappen, auf der Erde umverteilt werden.

Der letzte Termin stand im Zeichen der Analyse von Landnutzungen und Landbedeckungen. Veränderungen der Landnutzung hinterlassen Spuren im komplexen „System Erde“: So beschleunigt bspw. das Versiegeln von landwirtschaftlichen Flächen den Abfluss von Regenwasser und kann mit dazu beitragen, Hochwasserereignisse zu verstärken. Mit einem Geoinformationssystem (GIS) gelang es den Schülerinnen und Schülern Landnutzungsveränderungen für eine Untersuchungsregion in Norddeutschland zu detektieren. Wieder konnten die Schülerinnen und Schüler aktiv mitmachen und viele Fragen stellen.

Zum Abschluss der SchülerTalentAkademie Geodäsie des Wintersemesters 2016 fand ein gemeinsames Grillen statt, an dem Schüler/innen, Mitarbeiter und Professoren der beteiligten Institute sowie Lehrer teilnahmen. Alle Schülerinnen und Schüler, die an den verschiedenen Terminen anwesend waren,  bekamen Teilnahmezertifikate, die Besten wurden – auf der Basis richtig ausgefüllter Fragebögen während der STAG-Termine mit Preisen ausgezeichnet. Auch wenn die Einzelthemen in den zwei Stunden nur angerissen wurden, fiel das Fazit bei allen Beteiligten sehr positiv aus.

Die nächste Auflage ist ab Feburar 2017 geplant, das Thema wird dann „Virtuelle 3D-Welten - Wie kommt Hannover in den Rechner?“ sein. Wer sich anmelden möchte, sei auf die Webseite http://www.gug.uni-hannover.de/stag.html verwiesen, auf der Anfang des Jahres die Termine veröffentlicht werden. Aufgrund der intensiven Betreuung können nur max. 25 Schüler aufgenommen werden. Ist die Zahl der Bewerber höher als die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze, entscheidet das Los.

SchülerTalentAkademie - 2. Halbjahr 2016

Macht euch selber ein Bild von der SchülerTalentAkademie und seht euch die Berichte der bisherigen Termine an: