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Katastrophenschutz vom heimischen Rechner

Katastrophenschutz vom heimischen Rechner - unter diesem Motto fanden sich 22 Schülerinnen und Schüler in den Abendstunden des letzen Novembertages 2015 an der Fachrichtung Geodäsie und Geoinformatik an der Leibniz Universität Hannover ein. Das Ziel des Abends war es Überschwemmungen, Vulkanausbrüche und den Gesundheitsgrad von Vegetation mittels Satellitendaten zu bestimmen. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in das Themengebiet der Fernerkundung und ersten Begegnungen mit „spektralen Signaturen“, „Planck Kurven“ und „Merkmalsräumen“ ging es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich an die praktische Arbeit an bereitgestellten Satellitendaten des Elbhochwassers von 2002. Mit kurzen Anweisungen gelang es ihnen die Satellitenbilder grafisch wiederzugeben und jedes Pixel automatisch als Wasser, Wald, Feld oder Stadt einzuordnen. Ein temporaler Vergleich mit Daten vor und während der Überschwemmung sowie Entfernungs- und Flächenmessungen verliehen einen guten Überblick über die räumlichen Ausmaße der Katastrophe. Fernerkundliche Indizes sorgten zudem für Evaluationsmöglichkeiten der Vegetationsausdehnung und deren Gesundheitstand.

Nach dem Zwischenstopp an der Elbe ging die virtuelle Reise weiter zu den Vulkanen der Kurilen im Osten Russlands, wo die „Planck Kurven“ und die „spektralen Signaturen“ wieder ein ständiger Wegbegleiter in der Bestimmung und Vermessung von Lavaflüssen und pyroklastischen Strömen waren. Auch wenn dieser Teil des Abends nicht praktisch von den Schülerinnen und Schülern umgesetzt wurde, verschaffte diese Destination mit den 800°C heißen, schnell fließenden Glut- und Aschewolken doch Klarheit warum die Fernerkundung einen wichtigen Bestandteil der Erkennung und Bestimmung von Naturkatastrophen und ein persönlicher Besuch der Katastrophenregionen nicht immer ratsam ist.

Als auch die letzten Sonnenstrahlen des Novembers Hannover verlassen hatten, nahm dann auch die Reise um die Erde in die Welt der Fernerkundung und der Naturkatastrophen ein Ende. In einem abschließenden Wissensquiz bewiesen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre neu erworbenen Kenntnisse und machten sich mit Kommentaren wie „Sehr informativ“ und „Total spannend“ auf in den Dezember und zum nächsten Termin der SchülerTalentAkademie Geodäsie am 14.12.2015.